Das Berufsbild der Kardiotechnik ist eine junge medizinische Disziplin, die sich mit den physiologischen und pathophysiolgischen Vorgängen des menschlichen Körpers während der extrakorporalen Zirkulation (EKZ) beschäftigt. Der Einzug der Herz-Lungen-Maschine (HLM) in den Operationssaal im Jahr 1953 (USA) und 1954 in Europa, markiert den Beginn der modernen Herzchirurgie.



Von links nach rechts:
Frank Born, ECCP - leitender KT, Lehrbeauftragter FH Furtwangen
Christoph Lipps, Dipl. Ing., ECCP
Oliver Schmid, ECCP
Jörg Schulze, ECCP
Thomas Dreizler, ECCP


Zu fast jeder Operation am Herzen gehört heute ein Kardiotechniker/in. Der Kernbereich ist die Herz-Lungen-Maschine, es werden also die Funktion von Herz, Lunge und Kreislauf, sowie anästhesiologische Tätigkeiten übernommen. Weitere Aufgabengebiete sind die Anwendung von Blutaufbereitungsverfahren, Herzschrittmacher, ICD, Hämodialyse , mechanischen Herz-Kreislauf-Unterstützungssyteme, Herz-Laser (TMLR), ECMO, Forschung, Dokumentation sowie Fort- und Weiterbildung.

Bedingt durch die Vielfalt extrakorporaler Systeme und deren verschiedenen Einsatzmöglichkeiten für den Organismus, beeindruckt die Kardiotechnik durch ein sehr hohes Maß an Verknüpfungen der verschiedensten natur-, technik- sowie medizinwissenschaftlichen Disziplinen

Wir bieten Studenten der Fachhochschulen und der Akademie für Kardiotechnik die Möglichkeit eines klinischen Praktikums. Auch Praxissemester und Studien bzw. Diplomarbeiten können in unserer Abteilung durchgeführt werden.


In der herzchirurgischen Abteilung des Herzzentrums Bodensee werden jährlich, mit steigender Tendenz, ungefähr 700 Operationen mit Hilfe der Herz-Lungen-Maschine(HLM) durchgeführt. Zusätzlich werden ca. 50 Herzschrittmacher und ca. 20 Defibrillator-Systeme (AICD) implantiert.

Zur prä- oder postoperativen Herz–Kreislauf Unterstützung kommen intraaortale Ballonpumpen (IABP) und Assist-Devices zum Einsatz.